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Studien- und Berufsorientierung am Gymnasium Arnoldinum

Angebote zur Studien- und Berufsorientierung haben am Gymnasium Arnoldinum eine lange Tradition. Die Studien- und Berufswahl verlangt Entscheidungen, deren Folgen für die einzelnen Schülerinnen und Schüler von nachhaltiger Bedeutung sind, vorher aber kaum abschätzbar erscheinen. Dabei möchten wir Schülerinnen und Schüler sowie ihre Familien wirkungsvoll unterstützen.

Im Einzelnen sollen Schülerinnen und Schüler

  • Problembewusstsein für die Aufgabe der Berufswahl entwickeln,
  • persönliche Entscheidungskriterien erarbeiten,
  • ein zielgerichtetes Informationsverhalten ausbilden,
  • über Handlungs- sowie Entscheidungsstrategien verfügen und
  • damit Studien- und Berufswahlkompetenzen erwerben.

Unser systemisches Konzept umfasst die gesamte Schullaufbahn. Wir ermöglichen unseren Schülerinnen und Schüler, ihre Interessen zu erkunden, umfassende Informationen zu Studien- und Berufsfeldern zu sammeln, ihre Kompetenzen festzustellen, Strategien zu entwickeln, fachpraktische Erfahrungen in Betrieben zu sammeln und in angemessener Selbsteinschätzung zu einer fundierten Reflektion eigener Fähigkeiten zu gelangen.

Sekundarstufe I:

In der Jahrgangsstufe 7 nehmen unsere Schülerinnen und Schüler am Girls’ Day und Boys’ Day (Mädchen- und Jungen-Zukunftstag) teil. Diese Maßnahme bildet den Einstieg in eine umfangreichere Berufsfelderkundung und ist für alle verpflichtend. Die Mädchen dieser Jahrgangsstufen verbringen den Tag in einem „typischen“ Männerberuf, dabei erfolgt die Wahl des Arbeitsplatzes eigenverantwortlich. Hierbei sollen ihnen schon früh erweiterte berufliche Perspektiven eröffnet werden. Die Jungen erhalten dabei Einblicke in pädagogische und gesundheitsorientierte Berufsfelder. Die Schülerinnen und Schüler führen ab diesem Zeitpunkt ihren Berufswahlordner, in dem alle Dokumente zur Studien- und Berufswahl gesammelt werden.

In der Jahrgangsstufe 8 findet, angebunden an den Politikunterricht, die Vorbereitung zur  Durchführung eines Betriebspraktikums statt. Im Politikunterricht wird das Thema Wie plane ich meine berufliche Zukunft? – Auf dem Weg zur Berufswahl  behandelt. Außerdem besuchen die Schülerinnen und Schüler das Berufsinformationszentrum Rheine (BIZ), wo ihnen verschiedene Berufsfelder vorgestellt werden. Auf der Basis dieser Informationen recherchieren die Schülerinnen und Schüler selbstständig nach geeigneten Praktikumsplätzen. Außerdem werden weitere Berufsfelder von allen Schülerinnen und Schülern erkundet.

Im Unterricht der Jahrgangsstufe 8 steht außerdem das Erstellen von Textarten wie Lebenslauf, Bewerbungsschreiben u. ä., die auf die Berufs- und Arbeitswelt bezogen sind, auf dem schulinternen Lehrplan. Zusätzlich wird das Verfassen von (Praktikums-) Berichten geübt.

Die Schülerinnen und Schüler sind in der Klasse 8 aufgefordert, sich um einen Praktikumsplatz zu bewerben. Sie haben schon hier mit Bewerbungs-, Vorstellungs- und Auswahlsituationen zu tun, die sonst erst im Rahmen der Berufswahl üblich sind. Das erste Schülerbetriebspraktikum wird im 1. Halbjahr der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt.

Sekundarstufe II:

Unser vertieftes Berufsorientierungskonzept in der gymnasialen Oberstufe trägt der Tatsache Rechnung, dass die Berufswahl heute keine einmalige Entscheidung mehr ist, sondern unsere Schülerinnen und Schüler sich mit vielfältigen beruflichen Situationen auseinandersetzen müssen. Die Kompetenzen, die sie in unseren unterschiedlichen Angeboten erwerben können, sollen es ihnen ermöglichen, die Herausforderungen der beruflichen Praxis zu meistern.

In der Jahrgangsstufe EF werden mit Unterstützung außerschulischer Kooperationspartner wie z.B. dem zdi Betriebserkundungen durchgeführt, die Erfahrungen der Praktika in der Jahrgangsstufe 9  aufgreifen. Ein Schwerpunkt liegt hier im MINT-Bereich.

Ein Seminartag „Studien- und Berufsorientierung als Prozess“ leitet die intensive Phase der Berufswahlvorbereitung zu Beginn der Jahrgangsstufe Q1 ein. Berater der Agentur für Arbeit vermitteln den Schülerinnen und Schülern Informationen über Ausbildungs- und Studiengänge nach dem Abitur. Anschließend werden in einem offenen Angebot differenzierte Studien- und Berufsperspektiven (u.a. Wege ins Ausland, Medien und Journalismus, Berufe in der Wirtschaft, Lehramtsstudiengänge) im monatlichen Turnus vorgestellt.

Am „Tag der offenen Tür“ der Fachhochschule in Steinfurt bzw. der Hochschulen in Münster können alle Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen Q1 und Q2 die angebotenen Veranstaltungen besuchen.

In der Q1 geht es verstärkt es darum, Möglichkeiten der Selbsterkundung individueller Interessen und Fähigkeiten mit dem Ziel aufzuzeigen, die Entscheidungskompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Dies wird zudem durch mehrere Assessment-Center eines externen Anbieters unterstützt, in denen die Schülerinnen und Schüler die Präsentation ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen in simulierten Berufsauswahltests erproben können.

Der Seminartag ist Auftakt für die Studien- und Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit in der Schule. Die für unsere Schule zuständige Berufsberaterin bietet nach Vorankündigung Sprechstunden bzw. Einzelberatung vor Ort an und ist auch Ansprechpartnerin, für ausführlichere Beratungsgespräche. Die Agentur für Arbeit bietet außerdem regelmäßige Vortragsveranstaltungen ihres Hochschulteams an. Zu diesen Veranstaltungen wird in der Schule durch Aushang eingeladen. Auch erhalten die Schülerinnen und Schüler zu Beginn eines Halbjahres Informationen mit einer Vorschau auf die Termine und Themen.

Den Abschluss der Studien- und Berufsorientierung in der Jahrgangsstufe Q1 bildet ein zweiwöchiges berufsorientierendes Praktikum. Den Schülerinnen und Schülern soll die Gelegenheit gegeben werden, ihre Vorstellungen von Studium und Beruf an der Realität eines konkreten Arbeitsplatzes zu überprüfen. Zusätzlich bieten wir den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre sozialen Kompetenzen im „Genjal-Projekt“ zu vertiefen. In Kooperation mit der VHS erhalten die Schülerinnen und Schüler eine entsprechende Vorbereitung und unterrichten dann in einem mehrwöchigen Kurs  Seniorinnen und Senioren im Umgang mit neuen Medien.